Alles über Infrarotwärme und Infrarotstrahlung


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... wir bringen die Kraft der Sonne in Ihr Zuhause

Was ist Infrarotstrahlung?

„Infra“ kommt aus dem Lateinischen und heißt „unter“. Mit „Infrarot“ bezeichnet man den Bereich unter (nach) dem roten Ende des sichtbaren Lichtspektrums. Oft bezeichnet man Infrarotstrahlung auch als Infrarotlicht, Wärmestrahlung oder auch Rotlicht.

Infrarot ist eine natürliche Strahlung, die uns jeden Tag auf vielfache Weise begegnet: Die Sonne gibt genauso Infrarot ab wie ein Kaminfeuer, ein Kachelofen oder eine elektrische Infrarotheizung.

Infrarotstrahlung (IR-Strahlung) - auch als Wärmestrahlung, Wärmewelle bezeichnet - ist ein Teil der optischen Strahlung und damit Teil des elektromagnetischen Spektrums. Sie schließt sich in Richtung größerer Wellenlängen an das sichtbare Licht an. Ihr Wellenlängenbereich reicht von 780 Nanometer bis 1 Millimeter.

Die Infrarotstrahlung wird in drei Teilbereiche mit unterschiedlicher Wirkung untergliedert. Je kurzwelliger die Strahlung ist, desto tiefer dringt sie in die Haut ein.

Infrarot A Infrarot B Infrarot C
Wellenlänge: 780 - 1400 nm
Eindringtiefe: ca. 4-5 mm
Wellenlänge: 1400 - 3000 nm
Eindringtiefe: ca. 0,5 mm
Wellenlänge: über 3000 nm
Eindringtiefe: ca. 0,1 mm
Die tiefenwirksame Infrarotstrahlung wirkt bis in das Unterhautgewebe (40 - 50 mal so tief wie Infrarot-C und 10 mal so tief wie Infrarot-B). Nur in diesem Bereich wird die gewünschte Tiefenwirkung erzielt. Die Infrarotstrahlung dringt zwar bis zur Lederhaut (Dermis, Corium) vor, man kann jedoch nicht von Tiefenwirkung sprechen Die Infrarotstrahlung wird direkt an der Oberhaut (Epidermis) absorbiert, das bedeutet nur oberflächliche Wärme und keinen Tiefenwärmeeffekt.

Infrarot-Wellenlängen

Grafik Infrarotwellen

Nahes Infrarot (NIR) mit Wellenlängen von 780 Nanometer bis drei Mikrometer
Mittleres Infrarot (MIR) mit Wellenlängen von drei Mikrometer bis 50 Mikrometer
Fernes Infrarot (FIR) mit Wellenlängen von 50 Mikrometer bis einen Millimeter

Die Entdeckung beziehungsweise der Nachweis der Infrarot-Strahlung gelang dem deutschen Astronomen William Herschel erstmalig im Jahre 1800. Er zerlegte das Sonnenlicht mit einem Prisma in seine spektralen Teile und fand dabei jenseits des roten, das heißt langwelligsten Bereichs des sichtbaren Lichts eine nicht sichtbare aber wärmende Strahlung.

Die Fähigkeit zur Erwärmung von Stoffen dient auch heute noch zum Nachweis der Infrarotstrahlung.

Jeder "warme" Körper (Körpertemperatur oberhalb des absoluten Nullpunkts von circa -273°C) gibt Infrarotstrahlung ab. Die abgestrahlte Energiemenge und die Wellenlängenverteilung der Strahlung hängen von der Temperatur des Körpers ab. Je wärmer ein Körper ist, umso mehr Energie in Form von IR-Strahlung gibt er ab und umso kürzer ist die Wellenlänge der Strahlung.

Durch die in der Atmosphäre enthaltenen natürlichen und künstlichen Gase wie Wasser, Kohlendioxid, Ozon, Methan und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) wird die von der Erde abgegebene Infrarot-Strahlung absorbiert. Dies führt zu einer zusätzlichen Erwärmung der Erde.

Dieser Prozess ist für den Wärmehaushalt der Erde und damit auch für die globale Erwärmung (Klimawandel) von entscheidender Bedeutung.

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz

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